Montag, 12. Juli 2021

Charlottes Rosen (Highland Surprise)

Manchmal fragen mich meine Leserinnen, wie viel von mir in meinen Figuren steckt. Das ist normalerweise nicht so leicht zu beantworten, da solche Dinge ja meist unbewusst in meine Romane einfließen. 

Im Fall von Charlotte Bruns, meiner Protagonistin aus "Highland Surprise", kann ich es allerdings ganz genau sagen: Die Rosen. Und passend zum Roman habe ich einige historische Rosen, die in meinem Garten wachsen, ausgewählt. 

 Die Rose de Resht kannte man bereits vor 1880.
 
Sie ist eine robuste Rose, die auch Schatten verträgt. Bei wächst sie allerdings auf der Südseite. Mehr zu dieser historischen Rose mit dem zarten Duft findest Du hier Wikipedia


Das ist Ghislaine de Féligonde (1916). Sie wurde aus einer Rambler Rose gekreuzt, wie man am Wuchs und an der Blütenbüscheln erkennen kann.    
Mehr zu bezaubernden Rose mit ihren zarten, überhängenden Zweigen findest Du hier: Wikipedia


Und hier siehst Du eine typische Rambler-Rose. Rambling Rector (1912) kann bis zu sieben Meter hoch werden und ist ziemlich unverwüstlich. Sie wächst bei mir in eine Eiche und ist vor einigen Jahren, in einem sehr kalten Winter, komplett zurückgefroren. Zwei Jahre später war sie wieder da. Mehr zu dieser Rose auf Wikipedia

Bist Du neugierig auf Charlotte und ihre Rosen geworden? Zum Download geht es über diesen Link: Highland Surprise

Dienstag, 15. Juni 2021

Eine Überraschung in den sommerlichen Highlands

 


Eine Burg in den Highlands, eine liebenswerte Collie-Hündin und vielleicht das ganz große Glück …

Highland Surprise – gibt es einen passenderen Titel? Finde es heraus und tauche ein in die zauberhaften Highlands. Zusammen mit Charlotte wirst Du einem unwiderstehlichen Highlander begegnen und Dich mit ihr verlieben. 

Du bekommst Highland Surprise zum Einführungspreis von €1,99 oder kannst es über Dein KU-Abo lesen. Wie immer gibt es auch diesen Roman als Taschenbuch. 

Zum Kurztext und zum Download geht es über diesen Link: Highland Surprise


Und hier kommt eine kleine Leseprobe:

Als sein Land Rover durch ein besonders tiefes Schlagloch rumpelte, fragte sich Declan unwillkürlich, wie es wohl mit dem Reparaturbedarf des Anwesens aussah, wenn bereits der Weg dahin so schlecht befestigt war. 

Nach einigen weiteren hundert Metern schlechter Wegstrecke, wurde seine Frage auf dramatische Art und Weise beantwortet, als völlig unvermittelt ein imposantes Bauwerk vor ihm auftauchte. Die Sonne kam im gleichen Moment hinter den Wolken hervor und ließ die Ecken und Kanten des dreistöckigen Wehrturms spektakulär hervortreten. 

Irgendwie hatte er angenommen, dass Ferchar Castle eher unscheinbar sein würde, schließlich kommt einem als Kind alles größer vor, aber das war nicht der Fall. Wie eine stolze uneinnehmbare Festung reckte sich die Burg empor, obwohl die Jahrhunderte nicht spurlos an ihr vorübergegangen waren. Unübersehbar waren die Schäden an Teilen des Wehrturms und auch der Anbau aus dem späten 18. Jahrhundert war auf den ersten Blick in keinem guten Zustand. 

Declan bremste ab und schaltete den Motor aus. Nach einer Weile stieg er aus und atmete durch. Diese Erbschaft würde ihm noch einiges Kopfzerbrechen bereiten, so viel stand jetzt schon fest. Aber sie bot ihm auch genau die Herausforderung, die er unbewusst gesucht hatte. Das wochenlange Sich-treiben-Lassen, das ihn erfasst hatte, nachdem seine Scheidung endlich rechtskräftig geworden war. Die Unentschlossenheit, was er mit seinem Anteil an dem Haus machen sollte und wohin mit der angeschlossenen Werkstatt, hier würde diese Ungewissheit endlich ein Ende haben. Platz genug gab es, und mit seiner Arbeit war er an keinen Ort gebunden. 

Er hatte sich nie als besonders patriotisch gesehen, nur so, wie es sich für einen guten Schotten eben gehörte. Doch in diesem Augenblick fühlte er das Herz eines Highlanders übermächtig in seiner Brust schlagen und Declan gab sich selbst ein Versprechen: Er würde den Wunsch seines Großonkels erfüllen und Ferchar Castle restaurieren, so wie dieser es sich immer wieder vorgenommen hatte. Im Grunde genommen waren es die langen Briefe von Earnan MacTaggert gewesen, die vor einigen Jahren zu seiner Berufswahl geführt hatten, und mit seinem erworbenen Wissen über historische Gebäude würde er dazu beitragen, sein Erbe zu erhalten – für sich und die Generationen, die nach ihm kommen würden. 

Aber jetzt musste er erst mal der schmallippigen Irin die Neuigkeiten überbringen, dass der neue Laird nicht nur gekommen war, um sich kurz umzusehen. 

Declan schnappte sich seine Reisetasche und ging zu dem imposanten Portal aus Eichenholz. Er wollte gerade den Türklopfer betätigen, als er aufgeregtes Bellen hörte. Er wandte sich um und sah wie ein Fellbündel auf vier Beinen um die Ecke des Wehrturms fegte. Ohne abzubremsen schoss der Hund auf ihn zu, rammte ihm die Vorderpfoten in den Bauch und versuchte, sein Gesicht abzulecken. 

Eine atemlose Mrs O’Herlihy folgte dem Tier und rief: »Aus, Duchess, aus!« 

Die Collie-Hündin schien dies jedoch nicht als Befehl zu verstehen, denn sie hörte nicht damit auf, ihn freudig anzuspringen und winselnde Laute auszustoßen, während sie hektisch mit ihrem buschigen Schwanz wedelte.  

»Ich verstehe das überhaupt nicht.« Die ältere Frau klang fast ein wenig verzweifelt und versuchte, das Tier am Halsband zu greifen. »Sie meidet Fremde.« 

Declan unterdrückte ein Grinsen und sagte: »Vielleicht weiß sie, dass ich zur Familie gehöre.«

»Das denke ich nicht, Sir. Hunde wissen so etwas nicht.« 

Plötzlich spitzte Duchess die Ohren, drehte sich um und lief in Richtung des verwilderten Gartens. Kurz darauf hörte er sie aufgeregt bellen.

»Sie hat bestimmt ein Kaninchen aufgestöbert.« Kopfschüttelnd sah sie dem Hund hinterher und sagte dann formell, während sie die Eingangstür öffnete: »Willkommen auf Ferchar Castle, Sir. Bitte treten Sie ein.«

»Danke, Mrs O’Herlihy.« Declan verkniff sich ein Grinsen. Er kam sich gerade vor, als wäre er geradewegs in einem Jane-Austen-Roman gelandet.

»Bitte hier entlang. Ich habe etwas zum Lunch vorbereitet, oder wollen Sie sich erst einen Überblick verschaffen?« 

»Lunch wäre großartig, wenn es keine Mühe macht«, sagte er überrascht. Bis jetzt hatte sie bei ihm den Eindruck hinterlassen, als könne sie es gar nicht erwarten, ihn möglichst schnell wieder loszuwerden. 


Bist Du neugierig geworden, wie es weitergeht? Hier ist der Link zum E-Book:  Highland Surprise